Die Montagsfrage #39 – Welches Buch liegt schon ewig auf dem SuB und wird einfach nicht gelesen?

Scan (verschoben)

Gestern habe ich das erste Mal seit Anfang Februar wieder ein vollständiges Video aufgenommen, geschnitten, einen Thumbnail erstellt und auf YouTube hochgeladen. Das, meine Freunde, ist nicht nur dezente Werbung für meinen YouTube-Kanal (*hüstel* *hüstel* hier ist der Link), sondern auch ein ganz eindeutiges Zeichen dafür, dass wieder einmal Klausuren anstehen. Es ist doch schon amüsant, welch kreativen Ideen man entwickelt, will man dem Lernen entgehen. Zufälliger Weise schreibe ich nämlich immer grundsätzlich am besten an meinem Buch, wenn ich eigentlich gerade an einem Paper arbeiten sollte. Sachen gibt’s.

Doch keine Bange um meine Ausbildung, die letzten Tage über habe ich es tatsächlich auch geschafft, mich aus dem Kreis der Prokrastination zu lösen und dort tätig zu werden, wo ich eigentlich gerade tätig sein sollte. Donnerstag steht die erste Klausur an und das sogar in meinem momentanen Lieblingsfach Psychology of Religion — das macht die Vorbereitung etwas leichter. Und weil ich genau zu der möglichst zügig zurückkehren sollte, kommt nun, ohne weitere Umschweife, die dieswöchentliche Montagsfrage.

Welches Buch liegt schon ewig auf dem SuB (= Stapel ungelesener Bücher) und wird einfach nicht gelesen?

Ich habe jetzt mal die Abkürzung SuB erklärt, obwohl wahrscheinlich die meisten Buchblogger wissen, was sie bedeutet. Das liegt daran, dass ich grundsätzlich die Art von Person bin, die nie weiß, wofür Abkürzungen stehen und deshalb sehr viel Zeit mit Urban Dictionary Einträgen verbringt, wenn sie mal wieder mit jemandem schreibt, der auf dem Rücken des Akronym-Zeitgeistes reitet.

Und genau wie ich mit dem vorhergegangenen Absatz die Beantwortung der heutigen Frage ein wenig herausgeschoben habe, schiebe ich, darum geht es bei der heutigen Frage, schon seit mehreren Jahren den Pulitzerpreis-ausgezeichneten Roman von Donna Tartt, Der Distelfink, vor mich hin. Es gibt durchaus das ein oder andere Buch, das schon seit einer Gefühlten Ewigkeit bei mir auf dem Stapel der ungelesenen Bücher Staub ansetzt, doch keins so sehr wie Der Distelfink.

Das Buch war vor einigen Jahren ein Geschenk meiner Mutter, die nun schon zum ungefähr siebten Mal die Geschichte als Hörbuch verschlungen hat und meinem Bruder und mir mit der Dringlichkeit dieser Lektüre bereits seit Jahren in den Ohren liegt. Wieso ich es immer noch nicht gelesen habe, obwohl ich eigentlich davon überzeugt bin, dass es mir gefallen wird? Um ganz ehrlich zu sein: Die mehr als tausend Seiten Lesestoff schrecken mich momentan ein wenig ab.

Ja, ich weiß, eigentlich ein no go für jeden Bücherliebhaber (vor allem wenn man bedenkt, dass ich die letzten Monate über alle sieben Harry Potter-Bücher als Hörbücher noch einmal gehört habe und Der Orden des Phönix auch 1022 Seiten in der deutschen Ausgabe umfasst). Aber es gibt so viele Bücher auf meinem Stapel, in die ich eintauchen will, so viel, was noch gelesen werden muss — und da ist der dann doch relativ sperrige Distelfink schon seit geraumer Zeit einfach nicht die erste Wahl.

Dazu kommt, dass mich überschwängliche Empfehlungen von anderen tendenziell eher vom Lesen eines Buches abhalten als mich wirklich dazu zu bringen. Vielleicht kennt ihr das auch, vielleicht ist es einfach eine Eigenart meinerseits — doch der Hype eines Buches ist immer ein bisschen mood kill für mich. Obwohl das, genau wie die „abschreckende“ Seitenzahl, eigentlich nicht sonderlich rational ist, wenn man genauer darüber nachdenkt.

Doch woran es auch liegt, Der Distelfink ist und bleibt ein Bewohner meines Stapels ungelesener Bücher — obwohl ich wirklich hoffe, mich in geraumer Zeit dazu bringen zu können, ihm endlich die Zeit zuzumessen, die er wahrscheinlich verdient hat. Doch wie sieht es bei euch aus? Was sind die Leichen (bzw. ungelesenen Bücher), die ihr im Keller (bzw. auf dem Bücherstapel) habt? Lasst es mich und die anderen Teilnehmer auch diese Woche wieder wissen — und schreibt einen Beitrag!

Ihr wollt euren Beitrag teilen? Um ihn verlinken zu lassen, kommentiert bitte mit einem Link unter diesen Post. Ich verlinke anschließend in chronologischer (Kommentar-)Reihenfolge. Das Banner darf natürlich kopiert werden. 

Noch nicht genug von der Montagsfrage? Hier geht es zur Montagsfrage der letzten Woche und hier zur Liste aller auf diesem Blog erschienenen Montagsfragen.

  1. Aequitas et Veritas
  2. nellindreams
  3. Andreas Kück Leselust
  4. wortmagieblog
  5. Literaturblog von Nomadenseele
  6. Minor Herba
  7. Vanessas Literaturblog
  8. Romanfresser.de
  9. Wordworld
  10. Kiras kleine Leseecke
  11. Buchpfote
  12. Mein Senf für die Welt
  13. Der Büchernarr
  14. Rubys Tintengewisper

25 Gedanken zu “Die Montagsfrage #39 – Welches Buch liegt schon ewig auf dem SuB und wird einfach nicht gelesen?

  1. Pingback: Montagsfrage. | Aequitas et Veritas

  2. Pingback: Die Montagsfrage #39: „Buchleichen“ im Stapel ungelesener Bücher | nellindreams

  3. Hey Antonia,
    oh ja, ich kenne das Gefühl des Widerwillens, das übertriebene Schwärmerei für ein Buch auslösen kann. Ging mir ewig so mit Game of Thrones. Glücklicherweise kann ich diese Empfindung überwinden, wenn mir die richtige Person auf die richtige Weise sagt, ich soll dieses Buch lesen. Es kommt immer drauf an, wer und wie. 😉
    Meine persönliche SuB-Leiche der Schande ist allerdings keine Empfehlung und wurde vermutlich auch nie Opfer eines Hypes. Es ist ein Klassiker, mein ganz privater weißer Wal.

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog
    Viele liebe Grüße,
    Elli

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  4. Pingback: Montagsfrage: ewige SUB-Leiche? | Unkraut vergeht nicht….oder doch?

  5. Pingback: Montagsfrage: SuB-Leiche? » Mein Senf für die Welt

  6. Pingback: Montagsfrage #39: Welches Buch liegt schon ewig auf dem SuB und wird einfach nicht gelesen? - Der Büchernarr

  7. Hallo,
    bestünde die Möglichkeit, die Montagsfragen immer zur derselben Uhrzeit zu veröffentlichen? Es ist ziemlich nervig, wenn man den ganzen Tag wartet. WordPress bietet ja die Funktion an, das Veröffentlichungsdatum und die -zeit festzulegen.

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    • Hallo Nomadenseele,

      wie ich die letzten Wochen erwähnt habe, geht es bei mir privat gerade etwas drunter und drüber, weshalb ich oft nicht schaffe, die Montagsfrage vorzuschreiben und dann zur selben Zeit herauszubringen.

      Ich sehe das allerdings auch als Problem und verstehe, dass es nervig ist, den ganzen Tag auf sie zu warten. Ich habe die Montagsfrage diese Woche eben erst veröffentlicht, verspreche aber die nächsten Wochen alles in meiner Kraft stehende zu tun, wieder eine feste Zeit einzuhalten und die Fragen vorzuschreiben.

      Liebe Grüße,
      Antonia

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  8. Pingback: Die Montagsfrage #40 – Wie geht Representation (nicht)? [Pride Month Edition] | Lauter&Leise

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