Die Montagsfrage #107 – Was sind deine Lesevorsätze für 2021?

Hallo meine Lieben und willkommen zurück zu einer neuen Woche und – wie immer – zu einer neuen Montagsfrage. Immer wenn ich schreibe ‚Willkommen zurück zu einer neuen Woche‘, hört es sich für mich ein bisschen so an als würde ich die Woche erst einmal ankündigen müssen. Dem ist nicht der Fall, aber wirklich, wenn man ein bisschen drüber nachdenkt, es klingt doch tatsächlich so wie ‚Hallo meine Freunde, hier ist er, der neue Montag! Nur dass ihr Bescheid wisst.‘ Ich bringe die Woche natürlich nicht in Schwung (was sicher jedem bewusst ist) – und zugegeben bringt mich der Beginn einer neuen Woche momentan nicht mal in der Wechselwirkung in Schwünge oder andere Bewegungen. Niemand, in diesem Sinne, schwingt hier also irgendwohin. Der Himmel in den Niederlanden hat seit ungefähr drei Wochen die selbe Farbe und er sieht genau gleich aus, unabhängig davon, ob man um fünf oder um zwölf aufsteht. Was es ehrlich gesagt nicht unbedingt leichter macht, um fünf und nicht um zwölf aufzustehen. Ich versuche wirklich mein Bestes, ich schwöre, aber mein Zeitgefühl in Klausurenphasen ohne feste tägliche Termine kombiniert mit grauem dunklen Wetter ist einfach nicht vorhanden.

Was allerdings vorhanden ist – Achtung, es folgt eine charmante Überleitung – ist das neue Jahr 2021. Der Freund, die Katzen und ich sind erfolgreich ins neue Jahrzehnt übergeschlittert (jetzt wirklich, nachdem ich letztes Jahr schon dachte, wir befänden uns in den neuen 20er Jahren – was, wie ich belehrt wurde, nicht der Fall war). Seitdem krabbeln die monotonen Tage am Schreibtisch so dahin. Den Katzen geht es gut. Ab und an verlasse ich mal mein Haus um einen Spaziergang zu machen. Das tut mir gut. Und in etwas mehr als einer Woche sitze ich meine Ancient History Klausur. Wir sprechen uns definitiv noch einmal davor (weil Montagsfrage nächste Woche), aber wenn ihr diese Woche noch etwas sucht, für das ihr Daumen drücken könnt, dann wär das vielleicht eine Idee.

Die heutige Montagsfrage ist den regen Teilnehmern der letzten Jahre bereits bekannt, da sich die erste Montagsfrage des Jahres grundsätzlich um (Lese-)Vorsätze des Jahres dreht. Ich bin gespannt zu hören, was ihr euch denn für 2021 vorgenommen habt (oder eben nicht) und wünsche euch, wie immer, einen guten Montag, eine tolle Woche, einen exzellenten Januar und ein besseres Jahr.

Was sind deine Lesevorsätze für 2021?

Wer mich privat kennt, weiß, dass ich sehr gern plane. Tägliche To-Do Listen? Sign me up. Fünfjahrespläne? Ausgedruckt und abgeheftet! Zehnjahrespläne? Absolut, wenn ich mich mal richtig danach fühle. Ich habe schon an die Kraft der Manifestation geglaubt, da haben Study-YouTuber noch gar keine Videos darüber gedreht. Also natürlich glaube ich nicht wirklich daran, dass alles nach Plan läuft, wenn man nur fest genug an den Plan glaubt. Dazu gehen Pläne bei mir viel zu oft schief. Aber ich glaube daran, dass, wenn man eine genaue Idee von seinem Leben vor dem inneren Auge heraufbeschwört und eine feste Überzeugung hat, was und wer man irgendwann einmal sein will, man tatsächlich auch irgendwann diese Version von sich selbst werden kann. Vorausgesetzt man kniet sich rein und arbeitet dafür. Das heißt natürlich nicht, dass ich eine sonderlich feste Idee davon habe, wer ich eigentlich bin oder wer ich vielleicht in zwanzig Jahren sein werde. Aber ich versuche mir regelmäßig die Frage zu stellen, wo meine Prioritäten liegen und was ich von meinem Leben erwarte, einfach um nicht eines Tages mit 75 aufzuwachen und zu bereuen, einen Großteil meines Lebens nicht authentisch gelebt zu haben.

Ähnlich funktioniert es deshalb Jahr um Jahr mit Leselisten und Büchern, die ich lesen will. Und Jahr um Jahr schieße ich vorbei an meinem Ziel, weil andere Prioritäten sich dazwischenschieben und ich nur vierundzwanzig Stunden am Tag habe und generell zu viel, was ich mit ihnen machen will. Ich würde dieses Jahr gern ein Buch pro Woche lesen. Das ist realistisch, aber ich weiß, dass es nicht immer realistisch ist. Zum Beispiel, wenn ich inmitten meiner Klausuren stecke oder den Kopf voll mit anderen Deadlines habe und eben keine Konzentration mehr für den Lesestapel übrig. Und weil ich, wie jedes Jahr, versuche ein bisschen gelassener zu werden, mache ich mir was meine Leseliste angeht einfach mal keinen Druck. Ein Buch pro Woche peile ich an, aber ich habe nicht im Geringsten das Bedürfnis, mich zu Geiseln, wenn ich es nicht schaffe. Lesen ist schließlich ein Hobby und ich entspanne damit, weshalb diese permanente Quantifizierung mir nur die Freude daran nimmt.

Mein einziges Leseziel des Jahres 2021 ist deshalb, dass ich am Ende dieses Jahres mein fertiges Manuskript von vorn bis hinten durchlesen können will, ohne über eine weitere Überarbeitung oder ein bisschen mehr Verbesserung nachzudenken. Ein ‚Das können wir so jetzt beim Verlag einsenden‘-Manuskript, wenn ihr versteht, was ich meine. Nicht perfekt, aber salonfähig.
Das hört sich vielleicht eher wie ein Schreib- und Überarbeitungsziel an, aber da es letztendlich in einem Buch mündet, zählt es, im gröbsten aller Sinne, wohl auch als Leseziel. Dieses Manuskript ist für mich das einzige Buch, das dieses Jahr wirklich wichtig ist und dass ich bis 2021 in einer ersten überarbeiteten Fassung wirklich gern lesen können würde. Und, wenn ich das selbst so sagen darf, ist tatsächlich eine realistische Aussicht.

Aber wie sieht es bei euch auch? Habt ihr Leseziele für 2021 oder lasst ihr das neue Jahr ganz entspannt angehen? Lasst es mich wie immer in den Kommentaren und euren eigenen Beiträgen wissen. Ich freue mich sehr, von euch zu lesen!

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